Die Musiktage Ebern feiern in diesem Jahr ihr 10-jährige Jubiläum. Dementsprechend hatte Peter Rosenberg als künstlerischer Leiter ein besonderes Programm ausgewählt. Während im vergangenen Jahr das Klavier einen dominanten Platz in der Auswahl der Musikstücke gehabt hatte, konzentrierte sich die Auswahl in diesem Jahr ganz auf Streichquartette und -sextette.
Der Freitag begann mit dem Langsamen Satz für Streichquartett von Anton Webern. Den Ausklang dieses Konzertabends bildete die Symphonie No. 6 op. 68 „Pastorale“ von Ludwig van Beethoven in einer Fassung für Streichsextett von M.G. Fischer aus dem Jahr 1810.
Beide Stücke umrahmten das Concertino op. 42 von Mieczyslaw Weinberg in einer Bearbeitung für Violine und Streichsextett. Ein anspruchsvolles Stück, welches Johannes Rosenberg als Solist und das Rückert Ensemble mit Bravour meisterten.
Das Konzert am Samstag war den Komponisten Dimitri Schostakowitsch mit einem Streichquartett und Antonín Dvořák mit einem Streichsextett gewidmet. Kammermusik pur!
Im Mittelpunkt des Konzerts am Sonntag standen die „Rückert-Lieder“ in der Vertonung von Gustav Mahler in der Fassung für Sopran und Streichquartett. Die Sopranistin Julia Grüter setzte mit ihrer Interpretation der Lieder einen eigenen, stimmgewaltigen Akzent, den ihr das Publikum mit begeistertem Applaus dankte.
Zuvor und danach spielte das Rückert Ensemble Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart und verabschiedete das Publikum in einen milden Abend und mit der Aussicht, dass 2027 die 11. Musiktage Ebern bereits in Planung sind.